Plätzchen und Lebkuchenmännchen liegen auf Metalltellern.

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Rund 6,4 kg beträgt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Keksen in Deutschland pro Jahr (Quelle: Statista GmbH). Doch wie nennt man eigentlich das geliebte Kleingebäck in Deutschland? Wo sagt man Kekse, Plätzchen, Loible? You name it! Erfahre mehr über die kleinen Leckereien und wer sie in Deutschland in aller Munde brachte. 

Was ist ein “Keks”?

Ursprünglich ist ein Keks (Mehrzahl für das englische „Cakes“ also zu Deutsch „Kuchen“) ein englisches Gebäckstück von mürber Konsistenz. Kekse werden durch Ausrollen, Ausstanzen, Spritzen oder durch Schneiden von Teig hergestellt. Serviert werden sie traditionell zu Kaffee oder Tee.

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Der Begriff „Kek“ wurde 1915 in den Duden aufgenommen. Im alltäglichen Sprachgebrauch setze sich jedoch die Verwendung von „Keks“ für die Einzahl von Keksen durch, weshalb seit 1934 der Begriff „Keks“ in Duden steht.

Gebacken werden Kekse meist aus nur wenige Zutaten, wie Mehl, Zucker, Fett, Aromen, Salz und Eier. Es gibt Kekse sowohl gefüllt als auch ungefüllt, pur oder überzogen mit Schokolade oder Zuckerguss. Es werden zur Herstellung auch Gewürze, getrocknete Früchte, Mandeln oder Ölsamen verwendet. Sehr beliebt sind auf Krokant und unzählige Formen von Zuckerstreusel und Dekorzucker zur Verzierung.

Bunt dekorierte Kekse liegen auf einem Kuchenblech
Fröhlich dekorierten Buchstabenkekse

Was sind “Plätzchen”?

Plätzchen gehören zu den Feinbackwaren. Darunter versteht man Kekse, Konfekt und Ähnliches. Auch bekannt sind sie unter dem Begriff Teegebäck oder (österr.) Teebäckerei. Plätzchen sind beliebt als Weihnachtsgebäck, das vorwiegend in der Adventszeit gebacken und verzehrt wird. Zum Weihnachtsgebäck gehören auch Vanillekipferl, Spekulatius, Zimtsterne, Lebkuchen, aber auch Christstollen und Früchtebrot.

Typisch deutsche Plätzchen sind zum Beispiel Nürnberger Lebkuchen, Aachener Printen, Bethmännchen, Spekulatius, Weihnachtsplätzchen wie Zimtsterne, Makronen, Spritzgebäck, Springerle, Vanillekipferl, Nusskipferl und Heidesand.

Wie nennt man sie noch?

Neben diesen zwei Begriffen sind in der deutschen Sprache noch weitere in Gebrauch. In der Mitte Deutschlands und in Österreich verwendet man zwar den Begriff “Kekse”. In der deutschsprachigen Schweiz nennt man sie jedoch “Biscuits” und vereinzelt “Brötle”, was jedoch auch übergreifend für Süßigkeiten verwendet wird.

Im Süden Deutschlands sagt man auch “Loible” oder “Loibla”, “Platzerl”, “Bredla”, sowie “Guatl”, “Gutsle” und “Guatsle”. So nennen die Schwaben jedoch auch Bonbons und nicht nur Kekse. 

„Cookies“ ist in den USA üblich, während die kleinen Leckereien in Großbritannien als „Biscuits“ bezeichnet werden.

Gestapelte Cookies mit Cremefüllung
Cookies mit Cremefüllung

Wer sind die Väter der Kekse in Deutschland?

Der erste Butterkeks in seiner rechteckigen Form (14 x 10 Zähne) gibt es seit 1886. Er wurde in Frankreich von Lefèvre-Utile (LU) herstellte. Seit 1891 wurde in Deutschland der bekannte Leibniz-Keks (früher Leibniz-Cakes) von der Hannoverschen Cakes-Fabrik H. Bahlsen produziert. Aus diesem Grund nennt man die kleinen Kleckereien im Norden „Keks“. Der Hansa-Keks war in der DDR bekannt und wird heute von der Wikana Keks und Nahrungsmittel GmbH hergestellt. In Österreich nahm 1959 Manner die Butterkekse „Fredi Kekse“ ins Sortiment auf. 

Besondere Kekse: Russisch Brot

Weitläufig bekannt ist Russisch Brot gar kein Brot, sondern ein Keks. Hergestellt wird es aus Eischnee, Zucker, Kakao und Mehl. Je nach Rezept kommen weitere Zutaten hinzu wie Stärkemehl, Zuckerrübensirup und Zimt. Die daraus entstandene Masse streicht man dünn auf Backpapier oder spritzt mit Hilfe eines Beutels Buchstaben auf, die bei mäßiger Temperatur kurz gebacken werden. 

Das Rezept für Russisch Brot brachte der Dresdner Bäcker Ferdinand Friedrich Wilhelm Hanke um 1844 aus Sankt Petersburg mit. Hanke eröffnete 1845 in Dresden seine „Deutsche & Russische Bäckerei“ und stellt das in Deutschland erste Russisch Brot mit lateinischen Buchstaben her. Seit 1898 fertigte das „Backwaren-Unternehmen Gebr. Hörmann“ und in deren Nachfolge der „VEB Dauerbackwaren Dresden“ Russisch Brot. Heute wird „Dresdner Russisch Brot“ von der Dr. Quendt GmbH & Co. KG hergestellt. 

Besondere Kekse: Kemm’sche Kuchen

Jetzt wird die Verwirrung perfekt. Kann denn ein „Kuchen“ ein „Keks“ sein? Hamburger und Nordlichter kennen Kemm’sche Kuchen seit Kindertagen. Bis zum Jahre 1782 reicht die Geschichte der traditionsreichen und beliebten Lebkuchen zurück. 

Die braunen Kuchen sind flache, rechteckige Kekse. Kemm’sche Kuchen werden mit viel Rübensirup und Lebkuchengewürz kross gebacken. „Braune Kuchen“ sind in Norddeutschland und Skandinavien sehr beliebt.

Besondere Kekse: Glückskekse

Ein Glückskeks ist ein Keks, der aus einem dünnen Waffelteig besteht und nach dem Backen in Form gebogen wird. Glückskekse enthalten einen Zettel, auf dem ein Sinnspruch oder auch eine Zukunftsdeutung steht. Ursprünglich stammen Glückskekse nicht wie bei uns oft vermutet aus China sondern aus Japan.

Besondere Kekse: Macarons

Die Herkunft von Macarons reicht bis ins Mittelalter zurück. Macarons sind französische Doppelkekse, die aus zwei Baiserböden und einer Cremefüllung bestehen. Gefüllt werden Macarons mit Buttercreme, Ganache oder Konfitüre. Macarons sind anspruchsvoll in der Herstellung und nicht lange haltbar. 

Bunte Macarons liegen gestapelt übereinander
Macarons schmecken in allen Farben

Nicht zu verwechseln sind Macarons mit Makronen. Beide bestehen zwar aus Eischnee und Mandelmehl, jedoch haben Macarons einen niedrigeren Anteil an Mandelmehl als Mandelmakronen. Macarons sind deshalb luftiger und nicht so saftig und schwer wie Makronen. 

Macarons gibt es in den unterschiedlichsten Farben. Durch Aromatisierung der Füllung entstehen eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen.

Deutschlandkarte mit den Namen

Eine sehr schöne Deutschlandkarte mit den jeweiligen regionalen Begriffen wurde im ZEITMAGAZIN NR. 53/2017 unter dem Namen “Deutschlandkarte: Wo heißen Plätzchen Plätzchen – und wo anders?” veröffentlicht. Den Link dazu findest du hier: https://www.zeit.de/zeit-magazin/2017/53/plaetzchen-kekse-weihnachtsgebaeck-deutschlandkarte

Fazit

Egal ob du sie Kekse, Plätzchen, Bredla , oder Guatsle nennst, ob Russisch Brot, Kemm’sche Kuchen oder Macarons zu deinen Favoriten zählen: Hier auf Goldberg Fancy Cookies hat deine Liebe zu Keksen ein zu Hause gefunden. Lass dich inspirieren und entdecke dein inneres Kind beim Backen und Dekorieren.

Wie nennst du die süßen Leckereien? Welcher ist dein Lieblingskeks? Schreibe es mir in die Kommentare!

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